Damals in Berlin, arm, aber sexy, lebten wir als normale Studenten von weniger Geld als die Sozialhilfeempfänger. Ein bisschen was hatten wir von den Eltern. Ein bisschen jobbten wir am Lehrstuhl. Vor allem aber verbrachten wir – was willst du auch anderes tun als Student? – die meiste Zeit in der Bibliothek. Davon wird man nicht reicher.
Aller jugendlichen Armut zum Trotz gibt es für das, was wir abends in unserer Freizeit taten, aber eigentlich dennoch keine Entschuldigung.
Ein Laptop. Zwei Menschen davor gepfercht. Teils stundenlang. Noch rückblickend spüre ich den Kopfschmerz vom Brummen des Billig-Laptops, und die Augen brennen mir vom schlechten Licht. So schauten wir Serien. I ...