Wer einen Krimi von Wolf Haas bespricht, darf vor grossen Gefühlen nicht zurückschrecken. Zuerst ist da die Euphorie. Die stellt sich beim Lesen des zu besprechenden Buches ein. Darauf folgt die Empathie. Die führt dazu, dass der euphorische Rezensent seine euphorische Rezension unwillkürlich im Wolf-Haas-Stil verfasst und damit natürlich kläglich scheitert, weil Wolf-Haas-Stil einmaliger Stil. Im Fall von «Das ewige Leben» kommt schliesslich auch noch Melancholie auf, da dieses sechste Abenteuer dem Vernehmen nach Simon Brenners letztes Abenteuer ist. Dem Vernehmen nach, wie gesagt, zumal Serienhelden für ihre Sterbefestigkeit bekannt und nicht selten zu verblüffenden Auferstehung ...