Das Schlauchboot hat keinen Kompass und keinen ausgebildeten Steuermann. Der syrische Schlepper ist an der türkischen Küste Âgeblieben. Nun sind die 32 Flüchtlinge auf sich alleine gestellt. Beruhigend schnurrt der Aussenbordmotor vor sich hin. Machmud und sein Neffe Issa filmen die Überfahrt mit ihren Handys. Alles wirkt so einfach, die griechische Insel Samos liegt in Sichtweite.
Die Augen suchen die felsige Nordküste ab. Sie stellt hier die EU-Aussengrenze dar. ÂOrangefarbene Tupfer auf den Felsen weisen dem Boot den Weg. Es sind Schwimmwesten, die andere Migranten nach ihrer Ankunft weggeworfen haben. Und wo jene Leute gelandet sind, sollte es auch dem Schlauchboot gelingen. Machm ...