Eine Fabelkarriere. Es war einmal ein Junge, der schlief in einer Hängematte über dem Bett seiner Grosseltern, die siebenköpfige ÂFamilie lebte auf fünfzig Quadratmetern. Mit vier spielte er im staatlichen Jugendförderungsprogramm «El Sistema» auf einer Geige, die fast so gross war wie er. Mit acht schenkte ihm seine Oma einen Taktstock, und er dirigierte die Konzerte aus dem Radio. Vielleicht hat Gustavo Dudamel, 36, die Liebe zur Musik so unkritisch an sein Vaterland gebunden, bis letzte Woche, als der 18-jährige Armando Cañizales, ein Violinist des «Sistema»-Programmes, durch einen Kopfschuss getötet wurde bei den Massenprotesten gegen den verblendeten Caudillo Maduro, der da ...