«Der Klient sagt, er habe keine Arbeitsbemühungen gemacht», hält die Sozialarbeiterin fest. «Er sehe auch nicht ein, warum er arbeiten gehen sollte, um dann seinen Lohn beim Betreibungsamt abzuliefern. Ich versuche ihm die Situation aus dem Blickwinkel der Moral beizubringen (Abarbeiten der Schulden aus eigener Kraft oder die nächsten zwanzig Jahre auf Staatskosten leben).» Doch mit Moral muss Peter Tanner* niemand mehr kommen; er empfindet die Beziehung zum Sozialamt nur noch als Zumutung. Für die Betreuerin ist deshalb bei dem 45-Jährigen «Hopfen und Malz verloren».
Peter Tanner gehörte zu den Opfern einer Massenentlassung vor sechs Jahren und fühlte sich beim Arbeitsamt, wo e ...