Das «internationale Recht», so dröhnt es heute von den Podien, schütze den Kleinstaat vor der Willkür der Grossen. Nur dank Staatsverträgen seien die Schweiz, ihre Bürger und Firmen vor Übergriffen durch mächtigere Länder sicher. Schön wär’s.
Die Geschichte des Schweizer Bankkundengeheimnisses liefert Anschauungsunterricht fürs Gegenteil. Es wurde ausgehöhlt, zerstört, mutwillig von mächtigeren Finanzplatzstaaten ausser Kraft gesetzt mit den Waffen des internationalen Rechts. Präziser: Mit den Waffen eines rückwirkend umgedeuteten internationalen Rechts.
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