Im Zentrum der ökonomischen Theorie stehen zwei grundlegende Konzepte, nämlich erstens der Mensch als rationales Subjekt, das Entscheidungen zwischen konkurrierenden Alternativen trifft, und zweitens die soziale Interaktion durch den Tauschprozess am Markt. Die Rationalitätsanforderung an das menschliche Verhalten will besagen, dass der Mensch eigennützige Ziele verfolgt und bei der Wahl der Mittel zur Zielerreichung «vernünftig», das heisst scharf kalkulierend vorgeht. Kurz und bündig: Die Menschen sind egoistisch und berechnend.
Dieses Menschenbild des sogenannten Homo oeconomicus erscheint wenig attraktiv: Wo sind die Gefühle, wo die Fürsorge für andere oder gar die Verantwort ...