Bücher der Woche
Machtkampf im Reservat
Olivier van Beemen: Im Namen der Tiere. Wie eine NGO grosse Teile Afrikas beherrscht. C. H. Beck. 315 S., Fr. 41.90
Bis 2030 sollen 30 Prozent der Erdoberfläche Naturschutzgebiete sein, verkündete die Internationale Union zur Bewahrung der Natur (IUCN), die eng mit den Vereinten Nationen kooperiert. Es geht um Biodiversität und um Massnahmen gegen den Klimawandel. Afrika ist der Kontinent, der am wenigsten CO2 emittiert und am meisten unter den Folgen leidet – allerdings auch wegen seines Bevölkerungswachstums und kaum fähiger Regierungen –, sich aber aufgrund der Käuflichkeit für grosse Naturschutzprojekte anbietet. «Naturschutzlüge» nennt es der kenianische Autor Mordecai Ogada (sein Buch ist nicht ins Deutsche übersetzt), Simone Schlindwein braucht dafür den Ausdruck «der ...

