Weiss man ja: Hollywood ist nicht mehr so richtig der Tummelplatz mutiger Financiers. Purer Klimbim und volle Dröhnung füllen die Kassen. Wagen es dennoch Produzenten, gegen den Trend zu arbeiten, gelten sie als Kamikaze. Ein ganz besonderer Fall von irrem Wagemut war der Entschluss, eine sechsteilige, mehrfach ausgezeichnete BBC-Miniserie auf Spielfilmlänge einzudampfen und aus dem sicheren Gebühren-Gehege auf die freie Kino-Wildbahn zu schicken. Denn «State of Play» (der Sechsteiler lief unter dem Titel «Mord auf Seite eins» auf Arte!) war alles andere als ein Quotenbringer. Dennoch wagte man, knapp sechs Stunden Spielzeit auf zwei einzudicken und die Story von London nach Washingt ...