Als Siri Hustvedt vierzehn Jahre alt war, verkündete sie im Lokalblatt, dass sie Schriftstellerin werden würde. Nicht werden wolle, sondern werden würde. Das war 1969 und ziemlich prätentiös für eine Jugendliche in einem Kaff wie Northfield, Minnesota, und in einer Rubrik, in der die Zukunftsvorstellungen des «Teen of the Week», des «Teenagers der Woche», gewöhnlich das akzeptable Spektrum zwischen «Ich möchte Arzt werden und kranke Kinder in Afrika heilen» und «Ich werde die Farm meiner Eltern übernehmen» abdeckten. Doch Siri Hustvedt zog 1978 nach New York. Sie studierte an der Columbia University Englisch und schaffte es prompt auf die Seiten der renommierten Literaturzei ...