Max Frisch spielte nie jene Rolle in meinem literarischen Sein wie etwa Hemingway, Fitzgerald, McCarthy, Chandler, Lowry, die Russen, Dürrenmatt oder Nizon. Es lag mehr an mir denn an Frisch. Wahrscheinlich war ich zu jung, und seine Worte waren kein Tor zu jenen Welten, die ich höchstens erahnte. Ich mochte «Montauk», eine einigermassen grandiose Kapitulation der Liebe vor der Flüchtigkeit und der gnadenlosen Gegenwart allen Vergänglichen, und ich mochte «Homo Faber», diese Abhandlung über die Verlorenheit eines Mannes. Aus «Homo Faber» stammt der einzige Satz von Frisch, den ich nie vergessen habe; ich kann nicht immer lieben.
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