Die Lichter gehen aus, das Dunkel sinkt herab, und man sieht (mit einem Gefühl der Geborgenheit trotz allem) seinen innersten Ängsten und Hoffnungen ins Auge – gerade so wie auf dem Schoss der Mutter, die eine schaurig-schöne Gutenachtgeschichte erzählt: Diesen Zauber verspricht das Kino immer wieder. «Pan’s Labyrinth» ist einer jener seltenen Filme, die das Versprechen auch einlösen.
«Es war einmal», hebt die Erzählstimme an, worauf ein Schriftzug präzisiert: «Spanien, 1944». Märchenhaft koloriert auf der einen Seite und realistisch detailliert auf der andern, blättert sich das Geschehen vor dem Zuschauer auf; sobald die Kamera, von einer Riesenlibelle geleitet, quer durc ...