Als ich einst, in einem andern Jahrhundert, Rocco Montereale traf, um mit ihm einen Wein seiner Wahl vorzustellen, erwartete ich einen Bordeaux-Hammer, einen Pinot von DRC oder Leroy oder mindestens einen alten Piemontesen. Montereale führte das Restaurant «Conca Bella» in Vacallo. Das war für seine Küche bekannt, legendär aber für seine Weinkarte, die sich las wie eine Enzyklopädie der grössten Kreszenzen der Welt. Doch Montereale bewies sich als wahrer Kenner (er ist, viel zu jung, 2002 gestorben). Er kam nicht mit einer grossen Etikette an, sondern mit einer Flasche, die er für neunzehn Franken über die Gasse verkaufte. Es war der erste Aglianico del Vulture meines Lebens und e ...