Wenn sie einen Raum betritt, lässt ihre Präsenz die Menschen aufblicken. «Die Mode und die Persönlichkeit helfen beim Älterwerden», sagt Katja Früh, 64. Untrennbar zu ihrer eigenen Person gehört auch der Spass an der Arbeit; der scharfe Blick, mit dem die Autorin neuerdings weibliche Schwachstellen in ihrer Altersgruppe seziert: das eng gewordene Prada-Kleid, die lange nicht mehr getragenen Stilettos – der ständige Kampf gegen ein Selbst, das am liebsten ausgeleierte Pyjamas tragen würde und eine Vorliebe für Kochsendungen und Caramelglace entwickelt hat. «Einmal dachten wir freien und selbstbestimmten Frauen, wir kämpften für uns. Und was haben wir nun davon? Salat und Gemü ...