Susanne Hänni, Sie sind Mitbegründerin und Präsidentin der «Hausfrauen- und Hausmännergewerkschaft». Müssen wir bald mit Kampfmassnahmen rechnen?Nein, nein, im Moment sicher nicht. Wir verstehen uns als Gewerkschaft, weil wir uns für bessere Arbeitsbedingungen für die Haus- und Familienarbeit einsetzen.
Wer ist Arbeitgeber in dem Fall? Der Ehemann?Eigentlich die Gesellschaft. Wir erziehen die nächste Generation und nehmen soziale Aufgaben wahr.
Sie planen also keinen Erziehungsstreik?Nein, da ist die Basis von zweihundert Mitgliedern (davon zwanzig Männer) wohl etwas zu schmal, um wirksam zu sein.
Was sind denn die Forderungen gegenüber der Gesellschaft?Vor allem mehr Anerkennun ...