Der letzte Akt des Dramas Swissair kommt ganz nüchtern daher. In der Kanzlei Wenger Plattner in Küsnacht, in der Liquidator Karl Wüthrich seit dem Grounding im Oktober 2001 die frühere nationale Ikone auseinanderbeinelt und deren Aktiven verwertet, wird am Aschermittwoch der Versand von 12 000 eingeschriebenen Briefen an die Gläubiger der SAir Group AG vorbereitet – darunter Tausende von Obligationären, galten doch seinerzeit die Anleihen der «fliegenden Bank» als sichere Anlage. Im Brief wird über die Schlussrechnung und die Schlusszahlung informiert. Zusammen mit früher erfolgten Abschlagszahlungen erhalten die Gläubiger knapp einen Viertel ihrer ursprünglichen Forder ...