Man reibt sich die Augen: Noch vor Wochen sassen die Ringier-Verantwortlichen stolz im Sattel. Inzwischen streuen sie sich reihenweise Asche aufs Haupt. Verleger und Chefredaktoren mussten sich entschuldigen, die Aufarbeitungsindustrie der Konkurrenz fordert weitere Opfer und Köpfe aus den Schaltzentralen des Konzerns. Der meistgenannte Name war der von Frank André Meyer. Der machtbewusste «Chefmoralist» (NZZ) hat neben unbestreitbaren journalistischen Leistungen offensichtlich vor allem eines produziert: eine Reihe von Feinden, die einst Freunde oder Mitarbeiter waren. Sie alle melden sich jetzt zu Wort, ein forciert wirkendes, mitunter taktisch motiviertes und in unzähligen Gekr ...