Für Intellektuelle ist die Leidenszeit endlich vorbei. Ab dem 23. Dezember glimmt auf dem TV-Bildschirm wieder ein kleiner Hoffnungsschimmer. Der Mythos Harald Schmidt kehrt, nach genau 365 Tagen Absenz, zurück. Und, aus intellektueller Sicht besonders erfreulich, er tut dies nicht auf einem dieser primitiven Privatsender, diesem Sumpf der Stumpfsinnigkeit, sondern im seriösen Service public der ARD, also öffentlich-rechtlich korrekt.
Harald Schmidt macht somit die niedere Kulturform des TV-Guckens wieder salonfähig, er ist schliesslich der Mann, der «viele mit dem Fernsehen an sich versöhnte», wie es das intellektuelle Leibblatt Frankfurter Allgemeine Zeitung so trefflich formuliert ...