Weltwoche: Frau Osterloh, Sie befassen sich intensiv mit Managerlöhnen. Sind Sie schockiert über die Pensionsbezüge bei ABB?
Margit Osterloh: Ja, das hat mich schon überrascht.
Wie viel ist heute üblich auf dieser Stufe?
In den letzten Jahrzehnten hat sich die Schere zwischen Spitzenverdienern und schlecht entlöhnten Arbeitern stark geöffnet: In der Schweiz steigt das Verhältnis von derzeit 10:1 auf tendenziell 20:1 an. Zum Vergleich: In den USA sind Toplöhne 475 Mal höher als die tiefsten.
Der einfache Bürger ist empört über neunstellige Millionenbeträge.
Zu Recht. Denn ein funktionierender Markt rechtfertigt solche Summen nicht. Zum einen ist keine besondere Verknappung des ...