Marc Wilmots und nicht König Philippe und schon gar kein Parteipolitiker hält dieses überforderte, gespaltene Land zusammen, das mit seinen historischen Spannungen zwischen Flamen und Wallonen, einer permanenten Justizkrise und dem Stigma als Brutstätte des islamischen Terrorismus auch schon als gescheiterter Staat bezeichnet worden ist.
In der Fifa-Weltrangliste steht Belgien auf Platz eins, was zwar nur eine statistische Momentaufnahme ist. Aber für Belgien spielt eine einmalige Generation von ausserordentlichen Talenten unter einem Trainer, der an seine Mission glaubt. Wilmots sass von 2003 bis 2005 im belgischen Senat und trieb in der klinisch toten Politik immerhin ein neues Sportp ...