Arthur Miller, der greise, grosse amerikanische Dramatiker («Tod eines Hundlungsreisenden»), hat im Goodman Theatre in Chicago seine 1962 unter nie ganz geklärten Umständen mit 36 Jahren gestorbene Ex-Frau Marilyn Monroe auferstehen lassen. Die Leinwandgöttin der Kennedy-Generation (sie war die Geliebte des Präsidenten) erscheint in der Komödie mit dem doppeldeutigen Titel «Finishing the Picture» in einem merkwürdigen Abwesenheitszustand und murmelt nur einige Sätze. Sie heisst auch nicht Marilyn, sondern Kitty, und sie ist nicht blond, sondern brünett. Sie tritt nicht eigentlich auf, sondern liegt hüllenlos auf einem Bett, umlagert vom Personal, das sie bei den wirklichen Dreha ...