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Neue Anbieter, Technologie, Umrüstung, Abgaben – Neuheiten und Innovationen aus der Welt der Logistik und Nutzfahrzeuge

NEWS TRANSPORTBRANCHE

Neue Anbieter, Technologie, Umrüstung, Abgaben – Neuheiten und Innovationen aus der Welt der Logistik und Nutzfahrzeuge

BYD: Chinesische LKW für die Schweiz

Der chinesische Hersteller BYD (Build Your Dream) war von Beginn weg auf die Elektromobilität ausgerichtet und hat sich inzwischen zu einem der grössten Batteriehersteller weltweit entwickelt. BYD gehört aber auch zu den wenigen Anbietern, welche die Kernkomponenten (Batterie, E-Motor, Leistungselektronik) selbst herstellen. Sukzessive erobert BYD Europa, ist mit Linienbussen längst in grossem Stil vertreten und hat vor kurzem am Auto-Salon Genf auch im Personenwagenbereich gezeigt, dass die Ambitionen gross sind. Die Emil-Frey-Gruppe übernimmt den Import der PKW, auch bei den Lastwagen ist die Importfrage geklärt: Die Auto AG Truck hat letzten November den Importvertrag für BYD-Lastwagen unterzeichnet. Gestartet wird mit dem 7,5-t-Truck ETM6 (M für Medium) und dem 19-t-Fahrgestell ETH8 (H für Heavy).

Made in China: Die Auto AG Truck importiert Lastwagen wie den ETH8 von BYD in die Schweiz. Der chinesische Hersteller stellt alle Kernkomponenten (Batterie, E-Motor, Leistungselektronik) selbst her.

Die Astra-Bridge wieder im Einsatz

Vor zwei Jahren hatte das Bundesamt für Strassen (Astra) europaweit mit einer innovativen Baustellenlösung für Furore gesorgt. Nach dem Prinzip «oben Fahren, unten bauen» wurde eine verschiebbare Brückenkonstruktion entwickelt. Darüber wird der Verkehr ohne Spurabbau geführt, während darunter geschützt der Belag erneuert wird und zugleich auf der Gegenfahrbahn ohne jegliche Einschränkungen gefahren wird. Das Prinzip hatte sich bewährt, doch verlangten die steilen Auf- und Abfahrtsrampen teilweise ein starkes Abbremsen, dadurch kam es zu Rückstaus. Nun hat das Astra nachgebessert, die Rampen verlängert und dadurch abgeflacht. Umfangreiche Praxistests bestätigen: Es kann jetzt ohne Abbremsen mit 60 km/h über die Brücke gefahren werden. Der nächste Einsatz der Astra-Bridge startet auf der A1 im Raum Solothurn am 7. April und dauert bis Mitte August.

Beeway: E-Lieferwagen aus Le Mans

Wer Le Mans hört, denkt an Motorrennsport, aber kaum an Elektrolieferwagen. Doch der neue E-Lieferwagen-Hersteller Beeway hat seinen Sitz direkt an der Hunaudières-Geraden, was auf die Vergangenheit der Mutterfirma LMI zurückgeht, eines Konstruktions- und Industrialisierungsunternehmens. Mit Beeway bringt LMI nun einen Elektrolieferwagen, der auf eine Lücke zielt, die mit den Kastenwagen der grossen Lieferwagenhersteller nur schlecht gefüllt werden kann. Der Beeway ist ausschliesslich als Chassis-Cab konzipiert, um mit den unterschiedlichsten Aufbauten bestückt zu werden, wie Kühl-, Hebebühne-, Saug- oder Reinigungsaufbauten. Es sind drei Batteriegrössen und damit drei Reichweiten vorgesehen (37 kWh / 150 km; 74 kWh / 300 km; 110 kWh / 400 km). Beeway arbeitet an der Homologation, die bis Ende Jahr abgeschlossen sein soll, und am Aufbau eines Vertriebs- und Servicenetzes, auch in der Schweiz.

Der Elektrotransport hat ein Einsparpotenzial von jährlich etwa 276 Tonnen CO2.

Emissionsfreie Porsche-Lieferung

Seit Dezember lässt Porsche die für die Schweiz produzierten Modelle 911, 718 und Taycan per Elektro-LKW in die Schweiz und zu den vierzehn Porsche-Betrieben transportieren. Es handelt sich dabei um die Neufahrzeuge aus dem Stammwerk Stuttgart-Zuffenhausen. Auf der 300 Kilometer langen Strecke vom Werk in Kornwestheim nach Altishofen verkehrt ein elektrischer Autotransporter von Galliker exklusiv für Porsche, in der Schweiz werden die Sportwagen ab Fahrzeuglogistikplatz mit zwei weiteren Elektro-LKW auf die Porsche-Zentren verteilt. Im vergangenen Jahr stammten 1971 der gesamthaft 4397 in der Schweiz immatrikulierten Porsches aus Stuttgart-Zuffenhausen, was mit der Umstellung auf den Elektrotransport ein Einsparpotenzial bei den Schadstoffemissionen von jährlich etwa 276 Tonnen CO2 ergibt.

LSVA auch für LKW mit Elektroantrieb

Seit 23 Jahren wird in der Schweiz auf Fahrzeugen ab 3,5 Tonnen die Leistungsabhängige Schwerverkehrsabgabe (LSVA) erhoben. Wegen der technischen Entwicklung, namentlich der Ausbreitung des Elektroantriebs, stösst die LSVA-Ausgestaltung an ihre Grenzen. In einer neuen Aufmachung sieht der Bundesrat als wesentliche Änderung vor, Elektro-LKW (BEV, FCEV) ab 2031 ebenfalls der LSVA zu unterstellen. Zurzeit sind sie davon befreit, um sie kostenkompetitiv zum Diesel-Truck zu machen. E-Trucks sollen in die günstigste Abgabekategorie eingeteilt werden, die heute umweltfreundlichsten Diesel (Euro 6) in die zweitgünstigste. Zugleich sollen flankierende Massnahmen die Umstellung auf elektrisch angetriebene Lastwagen fördern. Dabei handelt es sich zum einen um Investitionshilfen, zum anderen um einen Rabatt auf die LSVA-Abgabe für neu angeschaffte E-LKW. Die Vernehmlassung läuft noch bis 23. Mai.

Stadtbusse: Dieselanteil geht zurück

Die Gesamtmarktgrösse der städtischen Linienbusse hat sich in Westeuropa kaum verändert. Selbst über die Corona-Jahre erlebte das Segment nur geringe Schwankungen (+/– 15 000 Fahrzeuge). Verändert haben sich jedoch die Antriebsarten, wie die Marktauswertung von Chatrou CME Solutions aufzeigt. Der Dieselmotoranteil lag 2020 noch bei knapp 50 Prozent und ist aber seither Jahr für Jahr zurückgegangen. Im vergangenen Jahr lag er im Bereich der Stadtbusse europaweit noch bei 27 Prozent. Die übrigen 73 Prozent waren Antriebe mit Dieselhybrid, Erdgas CNG sowie Elektro mit Brennstoffzelle und Batteriespeicher. Reine Elektrobusse, im 2020 noch das Schlusslicht, haben sich seither prächtig entwickelt und dominieren seit 2022 den Markt zusehends: 29,7 Prozent betrug ihr Anteil im Jahr 2022, bereits 40,8 Prozent im 2023. Im vergangenen Jahr positionierte sich MAN mit dem Lion’s City E als erfolgreichster Hersteller, obwohl der Anteil chinesischer Marken bei den Linienbussen steigt.

Irizar: LKW mit Niederflurkabine

Aus dem spanischen Transportwesen sind Reisebusse nicht wegzudenken, weshalb auf der Iberischen Halbinsel viele Bushersteller beheimatet sind. Einer der wenigen, der auch europaweit den Durchbruch geschafft hat, ist der Nutzfahrzeughersteller Irizar, der Werke im Baskenland betreibt. In der Schweiz hatte die Stadt Schaffhausen mit der Komplettumrüstung ihres Bus-Portfolios auf Irizar den Spaniern zu einer gewissen Bekanntheit verholfen. Inzwischen fahren auch in weiteren Städten wie beispielsweise Bern elektrische Irizar-Busse. Mit den umfangreichen Erfahrungen des E-Antriebs im Stadteinsatz hat Irizar nun den ieTruck entwickelt. Das schwere LKW-Chassis mit Bus-ähnlicher Niederflurkabine zielt auf Spezialnutzungen wie Abfallsammlung oder innerstädtische Baustellen ab. Die neuste Entwicklung des ieTrucks wurde als Weltpremiere auf der transport-CH vorgestellt.

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