Als er Rekrut bei der israelischen Armee werden wollte, erlebte er eine böse Überraschung. Weil sein Jahrgang 1946 geburtenstark war, waren die Aushebungsoffiziere wählerisch – und nahmen Anstoss an seiner Hasenscharte. Diese Beleidigung veranlasste ihn, die Vergangenheit der Kriege zu seinem Metier zu machen. Heute gilt van Creveld als einer der weltweit führenden Militärhistoriker und ist bekannt für seine unkonventionellen Ansichten. Er lehrt an der Hebrew University in Jerusalem und hat an die zwanzig Bücher verfasst. Von ihm erschien kürzlich auf Deutsch «Gesichter des Krieges. Der Wandel bewaffneter Konflikte von 1900 bis heute» im Siedler-Verlag, Fr. 39.90. (hn)
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