Von Gästen mitgebrachte Flaschen erweisen sich oft als Danaergeschenke. Stammen sie nicht gerade von meinem Freund Hartmann, der einerseits einen aussergewöhnlichen Keller und anderseits einen Anmarschweg von vierzig Metern hat, sind sie erstens entweder zu kalt oder zu warm, zweitens nicht gelüftet, drittens geschüttelt wie ein Cocktail – too much, um auf der Stelle verkostet zu werden. Und schon ist der Besuch verstimmt, dem doch an einem Urteil gelegen wäre (je ausgefallener das Mitbringsel, umso brennender). Da sind mir Besucher lieber, die, etwas von «Eulen nach Athen» oder «Wasser in den Rhein» murmelnd, ein Gedichtbändchen aus der Jackentasche nesteln, und sei’s eins aus ...