Die gigantische Informatikkrise, die VBS-Chef Ueli Maurer nun öffentlich gemacht hat, ist intern seit sechs Jahren bekannt. Der zurücktretende Generalstabschef Hans-Ulrich Scherrer übergab seinem Nachfolger Christophe Keckeis den brisanten Bericht «Informatik Armee XXI», der auf über hundert Seiten alle Probleme auflistete und zum Schluss kam, dass bei der Armee XXI die Informatik schlicht vergessen ging. Als der Journalist und Buchautor Beni Gafner («Armee am Abgrund») im Jahr 2004 das heillose Durcheinander publik machte, reagierte das VBS mit einer Abwehrschlacht: Keckeis und VBS-Chef Samuel Schmid kommentierten nichts und lösten kein einziges Problem, sondern hetzten – übrige ...