«Wochenlang! Mädchen (13) vergewaltigt und mit dem Handy gefilmt – jetzt auch Sexbande in Zürich» — die Schlagzeile, die der Blick am 17. November 2006 druckte, schlug ein wie eine Bombe. Bereits zuvor hatte eine scheinbare Serie von Vergewaltigungsfällen an Schulen für Aufregung gesorgt. Die Stimmung war angeheizt. Doch beim «Fall Seebach» holte nicht nur der Blick die grossen Lettern hervor. Eine «Gruppenvergewaltigung», das war noch ein Zacken mehr – ein Fanal in der Schweizer Jugend- und Migrationsdebatte.
«Mir standen die Haare zu Berge, als ich die Einvernahme las», sagte der Chefermittler Peter Rüegger von der Stadtpolizei Zürich an der eigens einberufenen Pressek ...