Führt mehr Entwicklungshilfe langfristig zu mehr Wachstum in den armen Ländern? Ein Blick in die Statistiken der Weltbank stimmt skeptisch. So sind die meisten afrikanischen Staaten bitterarm geblieben, obwohl sie in der Vergangenheit reichlich von Entwicklungsgeldern profitieren konnten. Die weltweite staatliche Entwicklungshilfe betrug allein im Jahr 2002 rund 70 Milliarden US-Dollar. 20 Milliarden davon gingen an afrikanische Staaten südlich der Sahara, was 11 Prozent des dort erwirtschafteten Bruttosozialprodukts (BSP) ausmachte. Zum Vergleich: Im Rahmen des legendären Marshallplans (1948–1952) erhielten Westeuropa und die Türkei 3 Milliarden Dollar pro Jahr – nur etwa 3 Prozent ...