Filme müssen wie Stichflammen fürs Gemüt sein. Die kriegerische Metapher umschreibt: Schlachtordnungen bestimmen, Felder einkreisen, Angriffe planen und Kämpfe ansetzen. Keiner drehte mit dieser Einstellung besessener als Samuel Fuller (1912–1997). Er war einer der rabiatesten Regisseure und wurde lange in den USA missverstanden und abqualifiziert. Erst die Rebellen der französischen Nouvelle Vague entdeckten in dem eigensinnigen Cineasten einen Kinoautor, dessen Handschrift unverwechselbar rigoros war. Jean-Luc Godard, einer seiner Bewunderer, liess ihn in «Pierrot le fou» (1965) sagen: «Film is like a battleground» («Kino ist wie ein Schlachtfeld») und «Film is motion and emo ...