Es war ein ganz normales Geschäft. An einem Oktobermorgen des Jahres 1640 mietete der aus dem elsässischen Schlettstadt stammende Weinhändler Florian Wachter beim Basler Fuhrhalter Caspar Zelti Wagen und Pferde. Der Sommer war ungewöhnlich kalt gewesen, die Traubenernte fiel grossflächig aus. Wachter wollte Wein aus seiner elsässischen Heimat importieren, um den Ausfall zu kompensieren – eine durchaus erfolgversprechende Idee.
Doch es kam anders. Eine Woche nach ihrer Abreise kehrten die beiden ins Elsass entsandten Fuhrleute nach Basel zurück – ohne Wein, dafür mit blutig geschlagenen Gesichtern. Das Gespann war auf der Rückfahrt bei Rappoldsweiler im Elsass überfallen worde ...