Ich lernte Igor in St. Moritz kennen, natürlich, vor zwölf Jahren. Er war Chef einer Firma, die irgendwas mit Energie zu tun hatte, pretty boring, eher langweilig, sagte er selbst. Was aber nicht schlimm war – er hatte Ausstrahlung, war gebildet und witzig (für einen Russen), seine Frau Natasha handelte mit Kunst. Mit anderen Worten: Ein Paar, das ankam in der sogenannten feinen Gesellschaft; «neue Russen» galten damals als hoffnungsvoll (im Gegensatz zu den «alten Russen» mit Banknotenbündeln in den Taschen ihrer Pelzmäntel und Escort-Girls am Arm).
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