Herr Handke, Sie waren 22, als Sie den Suhrkamp-Verleger Siegfried Unseld kennenlernten. In den folgenden 35 Jahren führten Sie einen Briefwechsel, der Anfang Dezember als Buch erscheint. Welche Erinnerungen haben Sie an Ihr erstes Treffen im September 1965?
Ich bin ein Mensch, der furchtbar auf Einzelheiten abfährt. Ich weiss ganz genau, dass er einen Furunkel auf der Nase hatte.
Unseld fuhr eine Jaguar-Limousine mit dem Nummernschild F-SU 1 und trank Weisswein aus silbernen Bechern.
Entsetzlich. Das schmeckt überhaupt nicht. Ich habe es nicht erreicht, dass das nach seinem Tod geändert wurde. Das war dann Pietät oder was auch immer. Diese Becher stehen für Gäste immer noch bedrohlic ...