Mein SUV-Diamant
Suchbegriff

Die Weltwoche bietet tägliche Analysen, exklusive Berichte und kritische Kommentare zu Politik, Wirtschaft und Kultur.

Konto Anmelden
Abonnemente
Jedes Abo eine Liebeserklärung an die Meinungsvielfalt.
AboDigital
Für alle, die Online lesen wollen
Alle Artikel online lesen
E-Paper inklusive
App (iOS & Android)
AboPrint & Digital
Printausgabe & digital jederzeit dabei
Wöchentliche Printausgabe
Alle Artikel online lesen
E-Paper inklusive
App (iOS & Android)
Sind Sie noch nicht überzeugt? Details zu den Abos
Die Weltwoche

Mein SUV-Diamant

Auto

Mein SUV-Diamant

Der Mercedes-Maybach EQS 680 SUV erinnert an eine luxuriöse Handtasche, bietet aber sehr viel mehr Platz.

Man kann das natürlich als Schwäche sehen, aber ich gebe gerne zu, dass ich mich von einem gewissen Niveau an Eleganz und Luxus vielleicht zu schnell beeindrucken lassen. Schöne Dinge, die mit Liebe zum Detail gefertigt wurden, haben bald einmal meine volle Aufmerksamkeit. Nachdem ich den Mercedes-Maybach EQS 680 SUV entgegengenommen und zu Hause in der Garage sicher parkiert hatte, ging es erst einmal darum, im Stillstand all die Kleinigkeiten zu erfassen, die in der Summe dieses Fahrzeug mit seiner fast schon barocken Opulenz ausmachen.

Mein SUV-Diamant

Da sind etwa die Lichtprojektionen von kleinen Doppel-M-Logos, die auf den Asphalt projiziert werden. Auf dem schwer verchromten Trittbrett, der C-Säule, selbst auf beiden Seiten der unteren Frontschürze, finden sich die Maybach-Ms. Und unter der Konsole zwischen den beiden hinteren Fauteuils wird, wie eine Lichtskulptur, das Logo auf den weichen hellen Teppich am Boden geworfen. Ein wenig erinnern die vielen gutsichtbaren Markensymbole an eine luxuriöse Damenhandtasche. Der Maybach ist, wenn man so will, das Diamant-SUV unter den Elektroautos. Nur vorne auf der Motorhaube thront der klassische Mercedes-Stern anstelle des Maybach-Wappens und begleitet einen auf allen Wegen.

Denn genau genommen ist dieser EQS SUV kein Maybach, sondern die oberste Ausstattungsvariante dieses Fahrzeugs, bei der neben der luxuriösen Innenausstattung mit Kühlschrank, Liegesesseln und Bildschirmen für die hinteren Passagiere auch ein spezielles Komfortprogramm in die Fahrwerksabstimmung integriert wurde. Ein kleiner Diamant neben dem «C» für «Comfort» weist im Display auf die Besonderheit hin: Sanft schaukelnd wiegt einen der über drei Tonnen schwere Wagen über die Strasse, als würde man durch die ruhige See dem Ufer entgegenschweben. Es ist vielleicht die einzige Schwäche des Autos, dass die Luftfederung manchmal fast zu viel zu wollen scheint, wenn die Karosserie ohne ersichtlichen Grund zu lange in Bewegung bleibt, bis das Gleichgewicht wieder hergestellt ist.

Der Mercedes-Maybach ist letztlich ein Chauffeurfahrzeug – die besseren Plätze finden sich hinten, und wenn möglich lässt man sich fahren und sitzt nicht selbst am Steuer. Und um diese wichtige Funktion angemessen testen zu können, habe ich den Dreizehnjährigen auf einem der Rücksessel Platz nehmen lassen. Er sollte den dortigen «Cocooning-Effekt» (Mercedes) nutzen, um französische Verben auf «-re» zu üben.

Dieses Fahrzeug ist, so viel kann mit Sicherheit gesagt werden, die perfekte Lernumgebung. Darauf jedenfalls lässt die zwei Tage später erreichte Note von 5,6 in der Französischprüfung schliessen.

 

Mercedes-MAYBACH EQS 680 SUV

Motor/Antrieb: 2 E-Maschinen, Allradantrieb; Leistung: 484 kW (658 PS); max. Drehmoment: 955 Nm; Hochvoltspeicher: 118 kWh (netto nutzbar); max. Ladeleistung: 200 kW (DC); Reichweite: 563 km (WLTP); Verbrauch (WLTP): 24 kWh / 100 km; Beschleunigung (0–100 km/h): 4,1 sec; Höchstgeschwindigkeit: 210 km/h; Preis: Fr. 218 600.–; Testwagen: 265 680.–

Abonnement
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Abo prüfen
Startdatum: 01.04.2026
Mit der Bestellung akzeptieren Sie unsere AGBs.
Ihre Angaben
  • Dieses Feld dient zur Validierung und sollte nicht verändert werden.
  • Dieses Feld wird bei der Anzeige des Formulars ausgeblendet
  • Dieses Feld wird bei der Anzeige des Formulars ausgeblendet
    (Newsletter kann jederzeit wieder abbestellt werden)

Netiquette

Die Kommentare auf weltwoche.ch/weltwoche.de sollen den offenen Meinungsaustausch unter den Lesern ermöglichen. Es ist uns ein wichtiges Anliegen, dass in allen Kommentarspalten fair und sachlich debattiert wird.

Das Nutzen der Kommentarfunktion bedeutet ein Einverständnis mit unseren Richtlinien.

Scharfe, sachbezogene Kritik am Inhalt des Artikels, an Protagonisten des Zeitgeschehens oder an Beiträgen anderer Forumsteilnehmer ist erwünscht, solange sie höflich vorgetragen wird. Wählen Sie im Zweifelsfall den subtileren Ausdruck.

Unzulässig sind:

  • Antisemitismus / Rassismus
  • Aufrufe zur Gewalt / Billigung von Gewalt
  • Begriffe unter der Gürtellinie/Fäkalsprache
  • Beleidigung anderer Forumsteilnehmer / verächtliche Abänderungen von deren Namen
  • Vergleiche demokratischer Politiker/Institutionen/Personen mit dem Nationalsozialismus
  • Justiziable Unterstellungen/Unwahrheiten
  • Kommentare oder ganze Abschnitte nur in Grossbuchstaben
  • Kommentare, die nichts mit dem Thema des Artikels zu tun haben
  • Kommentarserien (zwei oder mehrere Kommentare hintereinander um die Zeichenbeschränkung zu umgehen)
  • Kommentare, die kommerzieller Natur sind
  • Kommentare mit vielen Sonderzeichen oder solche, die in Rechtschreibung und Interpunktion mangelhaft sind
  • Kommentare, die mehr als einen externen Link enthalten
  • Kommentare, die einen Link zu dubiosen Seiten enthalten
  • Kommentare, die nur einen Link enthalten ohne beschreibenden Kontext dazu
  • Kommentare, die nicht auf Deutsch sind. Die Forumssprache ist Deutsch.

Als Medium, das der freien Meinungsäusserung verpflichtet ist, handhabt die Weltwoche Verlags AG die Veröffentlichung von Kommentaren liberal. Die Prüfer sind bemüht, die Beurteilung mit Augenmass und gesundem Menschenverstand vorzunehmen.

Die Online-Redaktion behält sich vor, Kommentare nach eigenem Gutdünken und ohne Angabe von Gründen nicht freizugeben. Wir bitten Sie zu beachten, dass Kommentarprüfung keine exakte Wissenschaft ist und es auch zu Fehlentscheidungen kommen kann. Es besteht jedoch grundsätzlich kein Recht darauf, dass ein Kommentar veröffentlich wird. Über einzelne nicht-veröffentlichte Kommentare kann keine Korrespondenz geführt werden. Weiter behält sich die Redaktion das Recht vor, Kürzungen vorzunehmen.