Vor der polnischen Grenze stauen sich die Autos der Flüchtlinge auf mehr als dreissig Kilometern. Es ist pechschwarze Nacht, nur wenige Strassenlaternen brennen. Autobusse, die Ausländer evakuiert haben, fahren leer zurück, nachdem sie ihre Menschenfracht abgeladen haben. Unter den Flüchtlingen hat es auch viele Afrikaner, die, zum Teil in Decken gehüllt, in der Kälte frieren. Einheimische erzählen, dass sie in der Ukraine studiert hätten und sich nun eine neue Bleibe suchen müssten. In der Menschenmenge lässt sich sogar ein Mann mit einem blauen Sikh-Turban ausmachen.
...