«Ach, und davon kann man leben?» Das ist möglicherweise die häufigste Rückmeldung, die ich bekomme, wenn ich die Frage, was ich beruflich mache, wahrheitsgetreu beantworte: «Ich bin freier Journalist und Autor.»
Die längste Zeit, um auch betreffend mein Einkommen ehrlich zu sein – mehr übertrieben werde nur, sagt man, wenn’s um Sex geht –, verletzte es mich ein wenig, wenn Leute mir bloss einen Hungerleiderlohn zutrauten. Weil auf meiner Wertigkeits-Stufenleiter Journalisten und Autoren verhältnismässig hohe Ränge belegen. Mir ging’s also umgekehrt wie der Zentralfigur in dem Witz, die Bekannte auffordert: «Sag meiner Mutter bitte nicht, dass ich für eine Ba ...