Vor ziemlich genau dreissig Jahren reiste ich zum ersten Mal nach Moskau. Es war, um ganz genau zu sein, der 8. März 1992. Ich erinnere mich an das Datum, weil es sich dabei um den Internationalen Frauentag handelt. Dieser stellte damals in der Schweiz noch eine eher low key-Veranstaltung dar. Doch in Russland war das anders, was mit der sozialistischen Geschichte zu tun hatte. Das Essen im Restaurant, in das mich die Reiseleiterin an meinem ersten Abend in der Stadt geführt hatte, war schlecht, natürlich. Doch egal, das Auge ass mit – es gab ausschliesslich weibliche Gäste im Lokal. Was nicht bloss ein ungewohntes Bild war, sondern auch ein schönes.
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