Meister der verkitschten Kunstsprache
Ödön von Horváth: Jugend ohne Gott. Suhrkamp. 208 S., Fr. 11.90
«Immer wieder Horváth, dieser exemplarische Stückeschreiber unseres Jahrhunderts», kommentierte eine Schweizer Zeitung noch in den 1970er Jahren die Tatsache, dass kaum ein deutschsprachiges Theater in jener Zeit einen Spielplan vorlegte, auf dem nicht ein Stück von Ödön von Horváth (1901–1938) figurierte. Dieser «Klassiker der Moderne», wie ihn der Literaturkritiker Marcel Reich-Ranicki einmal nannte, wurde zeitweise sogar häufiger gespielt als der damalige Liebling Bert Brecht. Trifft noch heute den Nerv der Zeit: Jannis Niewöhner ...

