Rätselhaft robust hockt das polygonale Urarchitekton in der Unlandschaft von Basel/Münchenstein. Rundherum mit einer erdbraunen Dickhaut aus Jurakiesel bepanzert, öffnet sich der Körper nur frontal zu den vorbeilaufenden Tramschienen kraft dreier blank weisser Wände, die einen flachen Bühnenkonus bilden. Der Vorhof lockt herein und macht neugierig. Überhaupt bleibt die Funktion dieses fast 23 Meter hohen und 75 Meter breiten Schwergewichtlers schön kryptisch. Kein Repräsentationszentrum, weder Museum noch Depot und auch nichts dazwischen: das Schaulager eben, Neugeburt und Weltpremiere zugleich. «Ein Glücksfall», sagen kunstwissenschaftliche Pragmatiker, während romantische Seel ...