Nach dem 11. September 2001 fürchtete die Luxusbranche den Einbruch des uns bekannten demonstrativen Konsums. Tom Ford dagegen warf einen Blick in den qualmenden Abgrund und sah Licht. Zu jener Zeit war er Kreativchef von Gucci und Yves Saint Laurent, nachdem er mit Gucci-CEO Domenico De Sole das legendäre französische Label akquiriert hatte. Nach der Katastrophe, sagt er, habe er eingehender darüber nachgedacht, welche Bedeutung eine Luxusmarke haben sollte. «So wie die fünfziger Jahre erst mit John F.?Kennedys Ermordung zu Ende gingen, beendete erst der 11. September die neunziger Jahre, wenn nicht das ganze 20. Jahrhundert», sagt Ford. «Seither leben wir in einer dramatisch verän ...