Weinbau ist eine der letzten Domänen, in denen Kontinuität zählt. Ein Winzerleben offeriert ja gerade mal vierzig Ernten (oder so), um aus Fehlern zu lernen. Da will Erfahrung weitergegeben werden. Die Moden wechseln schnell, die Reben wachsen langsam. Anderseits: Der önologische Fortschritt folgt anderen Rhythmen als mythisch-genealogischen Gezeiten. Zudem sieht einer, der von aussen kommt, die Dinge anders als der, der weitermacht «wie wir’s immer schon gemacht haben».
Die Alpen haben die Engländer erfunden (als touristische Sensation), den neuen Rebbau im Tessin die Deutschschweizer — vor rund einem Vierteljahrhundert. Besessene, die an Qualität glaubten im Feuchtgebiet jensei ...