Philippe Jaccottet, der bedeutendste Dichter der Romandie, lebt seit Jahrzehnten in der südfranzösischen Stadt Grignan. Deren Landschaft und Umgebung sind durch seine Gedichte und Tagebücher zu einem Schauplatz der Weltliteratur geworden, welcher Jaccottet nicht nur mit seiner Lyrik, sondern auch als Vermittler zugehört. So hat er letztes Jahr seine Nachdichtung von Rilkes «Duineser Elegien» – wohl eine der anspruchsvollsten Übersetzungsaufgaben überhaupt – präsentiert und seine Korrespondenz mit Giuseppe Ungaretti veröffentlicht. Ungaretti zeigt sich darin in einem der Briefe überzeugt, dass seine Gedichte in Jaccottets Französisch besser klängen als im italienischen Origin ...