Bundespräsident Christian Wulff hat Israel besucht. Es gab das übliche Programm – u. a. Besuch in der Gedenkstätte Yad Vashem –, und es wurden die üblichen Reden gehalten: Man könne die Vergangenheit nicht ändern, wolle aber gemeinsam für eine bessere Zukunft sorgen. Nur in einer Hinsicht fiel der Besuch ein wenig aus dem traditionellen Rahmen. Wulff wurde nicht von seiner Frau Bettina, sondern von seiner 17-jährigen Tochter aus erster Ehe, Annalena, und einer Gruppe von Teenagern begleitet. Damit, so Wulff, wollte er deutlich machen, dass «Geschichte von Generation zu Generation weitergegeben wird».
Wulff hat es sicher gut gemeint, dennoch muss man befürchten, dass er sich ...