Am 24. April 1961, einem eher kühl-feuchten Montag, klopfte um halb neun Uhr morgens eine auffallend attraktive Frau an die Tür des Vernehmungsbüros der kantonalen Fremdenpolizei in Zürich. Der Polizeibeamte Kurt Hediger* sah der aparten, etwas aufgeregten Dame das 41. Lebensjahr nicht an. Ihren stahlblauen Volkswagen mit dem deutschen Kennzeichen GZ-C 320 hatte sie in der Nähe des Kaspar-Escher-Hauses parkiert. Die Frau hatte am 18. März 1961 in der Zürcher Flughafengemeinde Kloten das Gesuch für eine Aufenthaltsbewilligung gestellt. Zur Prüfung solcher Gesuche, begann Hediger seine Befragung, müssten «die persönlichen Verhäl ...