Grosse Jahre, kleine Weine, kleine Jahre, grosse Weine. 2009 war so, im Bordelais, dass wir die Binsenwahrheit vielleicht auch mal ins Geografische ausweiten dürfen. Grosses Jahr, kleine Appellation. Natürlich ist, was hier empfohlen wird, keine Alternative zu einem grossen Bordeaux. Das macht ja eben die Attraktion beim Wein aus: dass keiner durch den andern zu ersetzen ist, dass jeder seine eigene Physiognomie hat. Wenn der Jahrhundertjahrgang an der Gironde in Kombination mit der nach oben offenen A-tout-prix-Mentalität der asiatischen Märkte bei den Stars eine unabsehbare Preisspirale in Bewegung gesetzt hat, wäre das doch ein Anlass, uns mal wieder in entlegenere Zonen der Weinland ...