Es war der wohl grösste Fehler meiner dreijährigen Amtszeit als Chef der Welt in Berlin, eine verpasste Kapitalchance, schlimmer als ein verschossener Penalty. Ich ärgere mich noch heute.
Wir waren zu sechst auf einer Wanderung, ein paar deutsche Chefredaktoren und die damalige CDU-Vorsitzende Angela Merkel, bereit für den Griff nach der Kanzlerschaft. Am Abend sassen wir in der Nähe der Ostsee am Lagerfeuer und tranken Weisswein. Dann ging es zum gepflegten Diner in einem schönen Landhotel. Der Rotwein floss reichlich.
An Merkel beeindruckte schon damals das Fehlen jeglichen Charismas. Dafür hatte die Physikerin Format, das spürte man sofort. Wohltuend fand ich, dass sie nicht ...