Am Sonntag taten mir die Deutschen leid. Das Fernseh-«Triell» der Kanzlerkandidaten war fürchterlich. Es wirkte wie ein Brainstorming unter Spitzenbeamten, die in schwerverständlichem Jargon über die Sanierung einer städtischen Kehrichtanlage diskutierten. Da war keine Leidenschaft, keine echte Auseinandersetzung, keine Auswahl – nur ein dröges Abspulen von Themen, die so abstrakt behandelt wurden, als hätten es die Beteiligten absichtlich darauf angelegt, die Leute abzuschrecken oder einzuschläfern.
Merkel ...