Über hundert Beamte der italienischen Guardia di Finanza haben vergangene Woche 76 Bankfilialen meist schweizerischer Provenienz überfallen, um an belastendes Material gegen potenzielle Steuersünder heranzukommen. Sie taten es in der Lombardei, im Piemont, im Veneto, in der Emilia Romagna oder der Toscana, in insgesamt neun Regionen, und angesichts solch geballter staatlicher Impulsivität stellt sich die Frage, was um Himmels willen ist in die Italiener gefahren?
Italiens Finanzminister Giulio Tremonti fährt mit diesem Akt einen klaren Konfrontationskurs gegen die Schweiz. Und der Grund dafür ist ebenso klar wie banal: Italien ist das höchstverschuldete Land Europas. Mittlerweile tü ...