Die IAA Transportation in Hannover ist ein Fenster in die Zukunft der Nutzfahrzeuge. Die wichtigsten Neuheiten im Überblick.
Suchbegriff

Die Weltwoche bietet tägliche Analysen, exklusive Berichte und kritische Kommentare zu Politik, Wirtschaft und Kultur.

Konto Anmelden
Abonnemente
Jedes Abo eine Liebeserklärung an die Meinungsvielfalt.
AboDigital
Für alle, die Online lesen wollen
Alle Artikel online lesen
E-Paper inklusive
App (iOS & Android)
AboPrint & Digital
Printausgabe & digital jederzeit dabei
Wöchentliche Printausgabe
Alle Artikel online lesen
E-Paper inklusive
App (iOS & Android)
Sind Sie noch nicht überzeugt? Details zu den Abos
Die Weltwoche

Die IAA Transportation in Hannover ist ein Fenster in die Zukunft der Nutzfahrzeuge. Die wichtigsten Neuheiten im Überblick.

News aus der Transportbranche

Die IAA Transportation in Hannover ist ein Fenster in die Zukunft der Nutzfahrzeuge. Die wichtigsten Neuheiten im Überblick.

Kia mit neuer Designsprache

Der zur Hyundai Motor Group zugehörige südkoreanische Hersteller ist schon mit diversen vollelektrischen Personenwagen im Markt und wagt nun den Schritt zu den leichten Nutzfahrzeugen für B2B-Kunden und den privaten Einsatz. An der IAA in Hannover hat Kia bereits Konzeptstudien in einer zukunftsgerichteten Designsprache präsentiert: PV5 Kastenwagen, PV5 People Mover, PV5 High Roof und der grössere PV7. Angekündigt wurden auch gleich zwei Kooperationen: Mit Geotab wird man fortschrittliche Flottenmanagementsysteme entwickeln, mit der Petit Forestier Group arbeitet man technisch zusammen, um die Fahrzeuge als Kühltransporter anbieten zu können. Kia überzeugt bisher bei Leistung, Reichweite und Ladegeschwindigkeit. Die Südkoreaner halten sich punkto Batteriegrössen und Reichweiten für ihre leichten Nutzfahrzeuge aber noch bedeckt. Wahrscheinlich sind Schnellladewerte bis 150 kW Boost und dreissig Minuten Ladezeit von 10 auf 80 Prozent. Zudem sollen die Fahrzeuge für bidirektionales Laden (V2L) ausgerüstet sein. Die ersten Serienfahrzeuge sollen im Sommer 2025 an die Kunden ausgeliefert werden.

Autoren-Union Mobilität/Kia
Der nächste Schritt: PV5-Kastenwagen von Kia.
Autoren-Union Mobilität/Kia

 

Maxus mit ehrgeizigen Zielen

Seit 2017 ist der chinesische Hersteller Maxus in Europa und seit 2019 in der Schweiz tätig. Nun wird mit dem E-Deliver 5 die Lücke zwischen dem kompakten E-Deliver 3 und dem grossen E-Deliver 7 geschlossen. Xie Jiayue, Deputy General Manager von SAIC Maxus Automobile Europe, hat ehrgeizige Ziele und will in Europa mittelfristig einen Marktanteil von 5 Prozent erreichen. Helfen soll da auch der vollelektrische Allrad-Pick-up Maxus E-Terron 9, der eigentliche Star auf dem Maxus-Messestand. Maxus war schon mit dem heckgetriebenen Elektro-Pick-up T90 EV Vorreiter auf dem europäischen Markt, dies ist auch mit dem ersten elektrischen Allrad-Pick-up der Fall. Dieser kommt zusätzlich zum T90 EV in die Palette und dürfte besonders in der Schweiz viele Freunde finden. Die Leistungsdaten sind beeindruckend: An Vorder- und Hinterachse arbeitet je ein Elektromotor, der von einer 102-kWh-Batterie gespeist wird. Die Systemleistung beträgt 325 kW/442 PS. Mit All-Terrain-System ist der luxuriöse E-Terron 9 auch im Gelände zu Hause. Das Fahrzeug ist mit V2L (Vehicle to Load) ausgerüstet und kann über mehrere Steckdosen Strom an externe Geräte abgeben, etwa für Campingzubehör oder Werkzeuge.

 

Tesla und der Semi Truck

Elon Musk ist Erfindergeist mit scheinbar Tausenden von Ideen und auch ein Meister der Ankündigungen. Der Tesla Semi ist einer dieser Ankündigungen, die zur Überraschung vieler Branchenkenner jetzt aber live auf der IAA präsentiert wurde. Laut Dan Priestley, Leiter der LKW-Entwicklung bei Tesla, ist der Semi Truck marktreif und erreicht bei Einsätzen in Nordamerika Reichweiten von 800 Kilometern pro Ladung. Pepsico setzt auf die Elektrolaster von Tesla und hat bereits eine Testflotte im Einsatz. Dabei sind Fahrzeuge im 24-Stunden-Betrieb bis zu 1700 Kilometer weit gefahren. Die Semi-Trucks sind mit proprietärer Megawatt-Ladetechnologie ausgestattet, die ultraschnelles Laden ermöglichen sollen. Der Energieverbrauch soll nur rund 100 kWh pro hundert Kilometer betragen. Ein im Bundesstaat Nevada im Bau befindliches Werk soll ab 2026 bis zu 50 000 Fahrzeuge pro Jahr herstellen können. Elon Musk brachte Mitte März auch das neue Tesla-Werk im deutschen Grünheide als künftigen Produktionsstandort ins Spiel.

 

CO2-neutraler Fernverkehr von Daimler

Mit dem Leitspruch «Charged to Change» setzt Daimler Trucks den Fokus auf den CO2-neutralen Fernverkehr. Wasserstoff als Energielieferant ist im Programm aber gegenüber den batterieelektrischen Varianten ein Nebenschauplatz. Voll praxistauglich ist jetzt der Mercedes-Benz eActros 600. «600» steht für eine gigantische Batteriekapazität von 600 kWh. Zusammen mit einer neuen, besonders effizienten elektrischen Antriebsachse sollen unter realistischen Bedingungen mit vierzig Tonnen Gesamtzuggewicht Reichweiten von 500 Kilometer ohne Zwischenladen möglich sein. Seriennahe Prototypen haben während sieben Wochen und durch 22 europäische Länder insgesamt 15 000 Kilometer Testfahrten zurückgelegt. Die Fahrzeuge können einen Durchschnittsverbrauch von 103 kWh pro hundert Kilometer erreichen. Umgerechnet auf Basis des Energiegehalts von Diesel, entspricht dies einem Verbrauch von nur zehn Litern Treibstoff pro hundert Kilometer.

 

Toyota Pick-up mit Brennstoffzelle

Toyota produziert den Pick-up Hilux mit Wasserstoff als Energiequelle. Ganz neu ist das Projekt nicht, die Ankündigung erfolgte schon 2022. Seit diesem Jahr gibt es nun umfangreiche Testfahrten mit dem wasserstoffbetriebenen Hilux. Entwickelt wurde der Pick-up mit Brennstoffzelle in England. Der Weltkonzern nutzt dabei seine Erfahrung mit dem Brennstoffzellenantrieb der Toyota Mirai I und II. Eine Brennstoffzelle ist anstelle eines Verbrennermotors im Vorderwagen untergebracht, die drei Hochdrucktanks liegen längs zwischen den Chassisträgern. Als Speicher für den Strom ist die Batterie unter der Ladefläche im Heck platziert, während ein permanenterregter Synchronmotor kräftige 300 Nm Drehmoment erzeugt, die den Wagen bis zu 600 Kilometer weit bringen sollen.

 

Renault mit Zukunftsvisionen

Die Vision eines Transporters war der Blickfang auf dem Renault-Messestand der IAA Transportation. Die Estafette Concept soll die Nachfolge des zwischen 1959 und 1980 gebauten legendären Wellblechtransporters Estafette antreten. Als elektrisches Nutzfahrzeug ist das Konzept-Fahrzeug auf die sich wandelnden Anforderungen für gewerbliche Nutzer in Innenstädten und Ballungsräumen ausgelegt und bietet viele clevere Lösungsansätze. Die Grundfläche ist mit 4,87 Metern Länge und 1,92 Metern Breite mit einem Renault Kangoo mit langem Radstand vergleichbar. Der Estafette passt auf normale Parkplätze und ist mit einem Wendekreis von rund zehn Meter flexibel beim Manövrieren. Bei einer Fahrzeughöhe von 2,59 Metern kann der Laderaum aufrecht betreten werden. Beladen wird am Heck über eine angenehm tiefe Ladekante, ausgeladen wird durch die seitlichen Schiebetüren. Mit fröhlichen Farben, futuristischem Erscheinungsbild sowie hoher Konnektivität wird die neue Estafette ein Blickfang auf den Strassen.

Abonnement
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Abo prüfen
Startdatum: 01.04.2026
Mit der Bestellung akzeptieren Sie unsere AGBs.
Ihre Angaben
  • Dieses Feld dient zur Validierung und sollte nicht verändert werden.
  • Dieses Feld wird bei der Anzeige des Formulars ausgeblendet
  • Dieses Feld wird bei der Anzeige des Formulars ausgeblendet
    (Newsletter kann jederzeit wieder abbestellt werden)

Netiquette

Die Kommentare auf weltwoche.ch/weltwoche.de sollen den offenen Meinungsaustausch unter den Lesern ermöglichen. Es ist uns ein wichtiges Anliegen, dass in allen Kommentarspalten fair und sachlich debattiert wird.

Das Nutzen der Kommentarfunktion bedeutet ein Einverständnis mit unseren Richtlinien.

Scharfe, sachbezogene Kritik am Inhalt des Artikels, an Protagonisten des Zeitgeschehens oder an Beiträgen anderer Forumsteilnehmer ist erwünscht, solange sie höflich vorgetragen wird. Wählen Sie im Zweifelsfall den subtileren Ausdruck.

Unzulässig sind:

  • Antisemitismus / Rassismus
  • Aufrufe zur Gewalt / Billigung von Gewalt
  • Begriffe unter der Gürtellinie/Fäkalsprache
  • Beleidigung anderer Forumsteilnehmer / verächtliche Abänderungen von deren Namen
  • Vergleiche demokratischer Politiker/Institutionen/Personen mit dem Nationalsozialismus
  • Justiziable Unterstellungen/Unwahrheiten
  • Kommentare oder ganze Abschnitte nur in Grossbuchstaben
  • Kommentare, die nichts mit dem Thema des Artikels zu tun haben
  • Kommentarserien (zwei oder mehrere Kommentare hintereinander um die Zeichenbeschränkung zu umgehen)
  • Kommentare, die kommerzieller Natur sind
  • Kommentare mit vielen Sonderzeichen oder solche, die in Rechtschreibung und Interpunktion mangelhaft sind
  • Kommentare, die mehr als einen externen Link enthalten
  • Kommentare, die einen Link zu dubiosen Seiten enthalten
  • Kommentare, die nur einen Link enthalten ohne beschreibenden Kontext dazu
  • Kommentare, die nicht auf Deutsch sind. Die Forumssprache ist Deutsch.

Als Medium, das der freien Meinungsäusserung verpflichtet ist, handhabt die Weltwoche Verlags AG die Veröffentlichung von Kommentaren liberal. Die Prüfer sind bemüht, die Beurteilung mit Augenmass und gesundem Menschenverstand vorzunehmen.

Die Online-Redaktion behält sich vor, Kommentare nach eigenem Gutdünken und ohne Angabe von Gründen nicht freizugeben. Wir bitten Sie zu beachten, dass Kommentarprüfung keine exakte Wissenschaft ist und es auch zu Fehlentscheidungen kommen kann. Es besteht jedoch grundsätzlich kein Recht darauf, dass ein Kommentar veröffentlich wird. Über einzelne nicht-veröffentlichte Kommentare kann keine Korrespondenz geführt werden. Weiter behält sich die Redaktion das Recht vor, Kürzungen vorzunehmen.