Zum obersten EU-Vertreter in der Schweiz zu gelangen, ist gar nicht so einfach. Zu seinem Büro im 4. Stock, mit Blick auf das Bundeshaus, kommt man erst, nachdem der Sicherheitsmann im Lautsprecher den Aufzug geschickt hat. Oben angekommen, durch die Sicherheitsschleuse hindurch, die Pässe gecheckt, geht es durch einen schmalen Gang mit endlosen EU-Fahnen, vorbei am Vorzimmer, hinein in ein kleines, schmucklos eingerichtetes Büro. Er sei ja eh nie dort, meint der «Botschafter zum Anfassen», wie er sich bezeichnet. Und jeder, der ihn bereits kennengelernt hat, bestätigt seine umgängliche Art. Die Diplomatie scheint dem gebürtigen Innsbrucker auf jeden Fall in die Wiege gelegt worden z ...