Die Idee kam von rechts, von einer Anhöhe rechts der Rednertribüne, auf der eben noch die Bundespräsidentin ihre Stimme für die Versammlungsfreiheit erhob. Aufgedunsene Pickelgesichter, aufmarschiert, die Verlierer zu mimen, formulierten in alter Sprachlosigkeit einen neuen Gebrauchszweck für die Rütli-Wiese: Das Rütli muss ein Golfplatz werden! Am 1. August, gegen 16 Uhr 30, sprengten rechte Pioniere das erste Loch in die symbolgedüngte Wiese.
Rechtsradikale helfen einem elitären Freizeitvergnügen auf die Beine, ein einmaliges Phänomen – und ein Zeichen dessen, was man in Zukunft das Rütli-Syndrom nennen wird: das Bestreben von Stress oder Verlust gezeichneter Menschen, emoti ...