Erfolg verachten ist schön, vorausgesetzt, man hat ihn. Seit das Kunstwerk ins «Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit» eingetreten ist (wie Walter Benjamins oft zitierter und selten gelesener Aufsatz von 1935 heisst), ist unbestreitbar, dass es dafür einen Markt gibt. Dass es, im weitesten Sinn, eine Ware ist. Allein, weil auf ihm noch immer der Abglanz der alten «Aura» liegt, aus Zeiten, da es als Unikat geheiligt war, ist es eine verschämte und verbrämte Ware. Es wird verkauft, wie schliesslich Rosenkränze auch, Ikonen und Buddhastatuen, aber über dem Preis waltet, beim Käufer, beim Verkäufer, ein hartnäckiges Tabu: Als wären Künstler keine Professionellen, die fü ...